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Gastfreundschaft in Porst PSV 05 Köthen lässt Flüchtlinge auf seinem Platz trainieren

  • Category: News
  • 23 Mar

– Quelle: http://www.mz-web.de/23772888 ©2017

Autor: Stefanie Greiner

23.03.2016

 

Aufmerksam und kritisch verfolgen die Jugendlichen das Spiel.

Foto: Heiko Rebsch

Porst -

Ein Platz, ein paar Spieler und ein Ball - mehr war nicht nötig, um die Jugendlichen auf andere Gedanken zu bringen. Den Platz stellte der PSV 05 Köthen zur Verfügung. Die Spieler fanden sich. Den Ball brachte Taoufiq Elmourabiti mit. Und schon konnte es losgehen - das Spiel zwischen minderjährigen Flüchtlingen aus Köthen und erwachsenen Flüchtlingen aus Aken.

Nur gut Erfahrungen gemacht

 

Schiedsrichter Taoufiq Elmourabiti

Foto: Heiko Rebsch

Dienstags und donnerstags trainieren die Jugendlichen aus Somalia, Eritrea, Äthiopien, Syrien, Afghanistan, Pakistan und Iran auf dem Platz des Vereins in Porst. Samstags wird gespielt. „Da sind einige dabei, die richtig schön Fußball spielen können“, sagt Reiner Paasch. Er ist beim PSV 05 für den Fußball zuständig und hat bislang nur gute Erfahrungen mit ausländischen Spielern gemacht.

 

Dass nun auch die minderjährigen Flüchtlinge die Gastfreundschaft des Vereins in Anspruch nehmen können, ist nicht zuletzt Taoufiq Elmourabiti zu verdanken. Der Mann aus Marokko arbeitet für die BVIK, die die Jugendlichen in der Notunterkunft in Köthen betreut, und weiß, dass die Jungs das Fußballspielen lieben.

"Sport für die Armen"

„Fußball ist immer ein Sport für die Armen“, sagt er. „Man braucht nur einen Ball. Deshalb ist der Sport auch so beliebt.“ Der 44-Jährige hat selbst jahrelang Fußball gespielt, auch in Porst. Mitglied im PSV 05 ist Taoufiq Elmourabiti nach wie vor. Am Samstag stand er als Schiedsrichter auf dem Platz.

Das Spiel der Jugendlichen gegen die Erwachsenen war eine Premiere. Bislang haben die minderjährigen Flüchtlinge nämlich immer nur gegeneinander gespielt. Nun spielte der FC UMA Köthen erstmals gegen den FC GWW Aken. UMA steht für unbegleitete minderjährige Ausländer, GWW für ganz weit weg. Denn von „ganz weit weg“ kommen die Flüchtlinge zweifellos. Gewonnen haben mit 1:3 am Ende übrigens die Erwachsenen.

 

Szene während des Spiels in Porst.  Ihre rot-weißen Trikots haben die Jugendlichen vom PSV 05 bekommen, ihre Schuhe von der BVIK.

Foto: Heiko Rebsch

„Man kann nicht genug Danke sagen“, macht Ulrich Heller deutlich. Der Geschäftsführer der BVIK ist glücklich, dass seine Schützlinge in Porst nach ihrer Flucht auf andere Gedanken kommen können. Das müssen die Jugendlichen auch. „Einige haben bittere Schicksale hinter sich“, sagt er.

Flüchtlinge in Köthen

Von der BVIK betreut

Seit Kurzem leben die minderjährigen Flüchtlinge in der Notunterkunft in Köthen. Derzeit sind es 38. Diese Woche kommen zwei weitere hinzu. Sie werden von der BVIK (Bilden, Vermitteln, Integrieren, Kommunale Dienstleistungen) betreut.

Pionierarbeit geleistet

Im Dezember hat die Beschäftigungsgesellschaft den Deutschen Förderverein für Sanitätswesen abgelöst. Er hatte sich in der ehemaligen Schule in der Rüsternbreite in Köthen um erwachsene Flüchtlinge gekümmert. Und damit Pionierarbeit geleistet. (sgr

Ulrich Heller und seine Mitarbeiter versuchen, den minderjährigen Flüchtlingen Halt zu geben. Mit Musik, mit Sport, mit Sprachunterricht. „Diese Jungs sind genau wie unsere Jugendlichen“, sagt der Mann, der schon vor mehr als 40 Jahren mit jungen Menschen zusammengearbeitet hat. „Sie lachen und wollen Spaß haben.“ (mz)

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Ja, ich möchte gern weitere Informationen zu den Jugendcamps

Gerne übersenden wir ihnen hier Informationsmaterial .
zu unseren Jugendcamps. Dann können sie selbst entscheiden, ob sie das Konzept auch 
zur Lösung ihrer Fälle nutzen können. Doch besser als das beste
Informationsblatt, ist ein Besuch bei uns vor Ort. 

INFORMATION

-> Wohlfühlen im Heim, das Heim erhalten und gestalten wollen: das sind unsere Ziele. Dazu gehört auch das Verstehen des Anderen. Das ist in der Pubertät schon schwer, aber unter den Bedingungen der individuellen Lebensgeschichten, besonders schwer. Hier organisieren wir demokratische Findungsprozesse. Da geht es um den regelmäßigen Familienrat in der Wohngruppe bis hin zu dem Heimrat und den Räten der Ländergruppen.

-> Durchgängig alle unserer Heiminsassen haben Probleme in der Schule, meist waren die Voraussetzungen zum Lernen bislang nicht gegeben. Hier gilt es, das maximal mögliche nachzuholen. Deshalb gibt es bei uns Lehrer, die in der Freizeit Verpasstes nachholen und Schulisches festigen. 

-> Sport wird groß geschrieben! Die körperliche Entwicklung ist für uns wichtiger Bestandteil der Arbeit und trägt zur Gesunderhaltung bei. Dabei bieten wir in unseren Heimen eine große Palette an Möglichkeiten. Aber auch besonders die Mitgliedschaft in Sportgemeinschaften und die Teilnahme an Wettkämpfen sind für die Integration wichtig.

-> Nicht die Suche nach den Fehlern(hier eine schönes Video dazu), sondern die Stärkung der Stärken, bestimmen unsere pädagogische Grundhaltung. Da spielen Arbeitsgemeinschaften eine zentrale Rolle, die wir mit eigenen Mitarbeitern, aber auch mit Honorarkräften organisieren. AG Fahrradwerkstatt, AG Foto, AG Video und AG Computer stehen bei der Beliebtheit ganze vorn.

-> Die Kraft der Musik ist gerade in Zeiten, wo die Sprache noch nicht die tragende Kraft ist, erlaubt uns, Zugang zu den jungen Persönlichkeiten zu bekommen. Deshalb haben wir 2 Musikpädagogen und einen Praktiker "Papa Frank" unter Vertrag, die sich um die aktive musische Erziehung kümmern.

-> Gemeinsames Basteln, Herstellen von "kleinen Kunstwerken", das Finden und Ausüben eigener Hobbys ist Teil der Erziehung. Papierflieger, Segelboot, Stoffpuppe, Weihnachtssterne oder Weihnachtskarten, Sandbilder, Tisch- oder Wand-Dekorationen, praktisches für den Schreibtisch, Spielgeräte selber bauen, Indianer- oder Piratenoutfit, Ritterhelm, Schwert und Schild und vieles andere mehr. 

-> Wir konzentrieren uns in diesem Erziehungsbereich auf 3 Aspekte: 1. Geschäftlich nützliche Tätigkeit, zB. öffentliche Parks aufräumen. 2.Praktika in Schule und Ferien und 3.den Übergang in Berufsausbildung und Arbeit. 

Wichtig

Zum Schutz der Daten und der Identität der Kinder und Jugendlichen werden in den Texten niemals Klarnamen verwendet. Die Gesichter auf den Fotos sind unkenntlich gemacht, meist verpixelt. Dies trifft nicht auf Zeitungsartikel zu, da hier eine Veröffentlichungsgenehmigung beim jeweiligen Verlag liegt. 

Dr. Ulrich Heller Geschäftsführer
phone: 0176 177 222 00
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Thomas Heller Geschäftsführer
phone: 0176 177 222 01
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Annette Schermuck Prokuristin
phone: 0176 177 222 02
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Taoufiq Elmourabiti Prokurist
phone: 0176 177 222 22
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